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Termine

Die Exodus-Affäre

Wann?
Mittwoch, 06.09.2017 bis Sonntag, 03.06.2018
Wo genau?
Jüdisches Museum Rendsburg, Prinzessinstraße 7, Rendsburg
Kategorie:
Ausstellungen

Langbeschreibung

Mit der historischen Ausstellung "Exodus" soll an den 70. Jahrestag einer weltpolitisch folgenreichen Affäre erinnert werden, die sich 1947 zum Teil in Schleswig-Holstein zugetragen hat: Nach dem Ende des 2. Weltkriegs versuchten zehntausende überlebende europäische Juden, nach Palästina auszuwandern, das seinerzeit allerdings noch britisches Mandatsgebiet war. Die Briten versuchten massiv, diese illegale Einwanderung zu unterbinden. Im Juli 1947 wurde das Auswandererschiff "Exodus 1947" mit über 4.500 Flüchtlingen an Bord von der britischen Marine im Mittelmeer vor Haifa aufgebracht und geentert. Anschließend wurde das Schiff von den Briten nach Hamburg umgeleitet; der Großteil der jüdischen Flüchtlinge wurde ab Anfang September 1947 im "Lager Pöppendorf" bei Lübeck interniert.

Die Internierung von tausenden jüdischen Flüchtlingen in einem mit Stacheldraht und Wachtürmen ausgestatteten Lager in Deutschland führte zu verheerenden Reaktionen auf der gesamten Welt. Sogar US-Präsident Truman schaltete sich ein; die Presse berichtete weltweit. Innerhalb des Lagers leisteten die jüdischen Internierten Widerstand gegen die britischen Wachen. Aufgrund internationalen Drucks wurden die in Pöppendorf Internierten schließlich im Oktober 1947 freigelassen; viele von ihnen schlugen sich anschließend erneut nach Palästina durch. Die weltweite Empörung über das Schicksal der Exodus-Flüchtlinge trug 1947 entscheidend dazu bei, die internationale Meinung gegen ein weiteres britisches Mandat über Palästina zu wenden und damit die Gründung des Staates Israel voranzutreiben, die schließlich 1948 erfolgte.

Die Ausstellung soll zum einen Original-Fotomaterial ehemaliger Exodus-Passagiere vom Schiff und aus dem Lager Pöppendorf zeigen. Dieses Material liegt im Jüdischen Museum vor. Zum anderen sollen Wochenschauberichte sowie Fotos und Artikel der internationalen Presse (z.B. Time Magazine, New York Times) über Pöppendorf die internationale Brisanz der Affäre verdeutlichen. Insgesamt soll damit eine kurze, aber sehr folgenreiche Episode der jüdischen Geschichte in Schleswig-Holstein geschildert werden.

Kontakt

Jüdisches Museum Rendsburg
Ansprechpartner: Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7
24768 Rendsburg
Telefon: 04331/25262
E-Mail: jmrd@schloss-gottorf.de
Homepage: www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum
Öffnungszeiten: di-so 12-17
Gruppen n.V.

Quelle

Museumsportal Nord
Homepage: www.museen-nord.de/Veranstaltungen
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